Leverkusener Sozialbericht: „Wir müssen sofort etwas gegen die Armut tun“

Veröffentlicht am 12.11.2009 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

„Die Zahlen sind absolut alarmierend“, zeigte sich Eva Lux, Erste Bürgermeisterin und Parteivorsitzende der SPD, sichtlich betroffen. „Der erste datenevidente und umfassende Leverkusener Sozialbericht zeigt, dass wir nun sofort etwas gegen die wachsende Armut in Leverkusen tun müssen und dabei keine Zeit zu verlieren haben.“

Gestern hat die Verwaltung im Rahmen eines Fachtags erste Ergebnisse zur sozialen Lage in der Stadt vorgestellt. Die SPD-Fraktion fordert von Oberbürgermeister Buchhorn, dass den Worten umgehend Taten folgen. Besonders drei Punkte sind aus Sicht von Lux nicht akzeptabel: „Die zunehmende Kinderarmut, der Rückgang normaler Beschäftigungsverhältnisse und die besondere Benachteiligung in bestimmten Stadtteilen müssen uns wach rütteln. Wir dürfen nicht zusehen, wie Leverkusen in zwei Städte verfällt, in eine der Reichen und in eine der Armen.“

„Wir werden uns dafür stark machen, dass es in Leverkusen sozial gerechter zugehen wird“, versprach auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende. „Dafür werden wir einige sehr konkrete Vorschläge machen.“ Die SPD plant unter anderem die Einführung eines Sozialtickets, mit dem einkommensschwache Bürger Busse kostengünstig nutzen können. Außerdem werden die Sozialdemokraten sich für die Einrichtung von Sozialberatungsbüros in den Stadtteilen einsetzen, in denen besonders viele Menschen von Hartz IV leben. Außerdem fordert Lux von der Verwaltung eine kontinuierliche Weiterführung des Sozialberichtes und die Politik regelmäßig über Entwicklungen zu informieren.