„Ein wichtiges Stück Opladener Geschichte würde verloren gehen“

Veröffentlicht am 19.11.2009 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Die SPD-Ratsfraktion fordert die Landesregierung auf, von Plänen, den Amtsgericht-Altbau abzureißen, Abstand zu nehmen.
Mit großer Sorge betrachtet der ehemalige Bezirksvorsteher von Opladen, Heinz-Gerd Bast, die Abriss-Pläne der Landesregierung für den Altbau des Amtsgerichts.
Historische Bausubstanz und damit ein weiteres Stück Opladener Geschichte würden verloren gehen, wenn der Bau und Liegenschaftsbetrieb Ernst macht. „Mir kann niemand erklären, warum hier in Opladen nicht das gehen soll, was an anderer Stelle funktioniert hat“, sagt Bast mit Hinweis auf die Modernisierung des Oberlandesgerichts in Köln. Die Sandsteinfassade des altehrwürdigen Gerichtsgebäudes am Reichensberger Platz wurde in den letzten Jahren vollständig erneuert. Gleiches müsse auch beim alten Opladener Friedensgericht möglich sein.
Nicht nachvollziehen kann Bast auch, warum eine energetische Erneuerung des 1880 errichteten und mehrfach modernisierten Gebäudes tatsächlich teurer sein soll, als ein Neubau. Die Rechnung geht nach seiner Ansicht nicht auf. Die Regierung sollte sich um Fördermittel bemühen, die im Rahmen des Klimaschutzes für energetische Maßnahmen bereit gestellt werden statt auf die hohen Kosten zu verweisen. „Das Land macht es sich sehr einfach, wenn es glaubt, hier abreißen zu können. Wir Opladener werden uns jedenfalls dagegen zu Wehr setzen.“