SPD will Leverkusen-Ticket einführen

Veröffentlicht am 14.01.2010 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Mobilität für alle Bürger fordert die SPD im Rat der Stadt Leverkusen und setzt sich für die Einführung eines sogenannten Leverkusen-Tickets ein. Damit können Menschen mit niedrigem Einkommen günstiger Bus und Bahn fahren.
„Bus und Bahn fahren, das kann sich in unserer Stadt heute nicht jeder leisten“, erklärt Bürgermeisterin Eva Lux. „Vielen Bürgern fehlt das Geld für eine einfache Fahrkarte. Wir wollen das ändern und beantragen die Einführung eines preisgünstigen Tickets. Jeder muss öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Dafür brauchen wir ermäßigte Preise.“
Mit dem günstigen Leverkusen-Ticket sollen mehr Bürger Bus und Bahn fahren. Zum Kauf des ermäßigten Tickets berechtigt sind vor allem Geringverdiener oder Bürger, die von Hartz IV leben. Den Steuerzahler belastet das nicht. Der Grund dafür ist einfach: Indem mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, erzielen die Verkehrsgesellschaften höhere Einnahmen. In Köln gibt es schon Ermäßigungen bei KVB-Monatstickets. Das Modell dort hat großen Erfolg. Mit dem vergünstigten Ticket wird die Arbeitsaufnahme von Erwerbslosen gefördert. Viele Personen, die vorher Sozialleistungen erhielten, sind nun wieder in Arbeit. Sie fahren morgens mit Bus und Bahn zu ihrem neuen Arbeitsplatz. Zahlreiche Städte folgten dem Beispiel. Ginge es nach der SPD, bald auch Leverkusen.
In Leverkusen soll das Ticket zunächst auf Probe eingeführt werden, um Nachfrage und Kostenentwicklung zu beobachten. „Wir wollen keinen Rohrkrepierer und kein bürokratisches Monstrum“, kommentiert Fraktionsgeschäftsführer Christian Dohmen. „Also werden wir nach einem Jahr Bilanz ziehen und uns ansehen, was das Ticket konkret gebracht hat. Erst dann entscheiden wir, wie es damit weiter geht.“