Landesregierung in Sachen Ganztagsbetreuung: „Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet“

Veröffentlicht am 18.01.2010 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Die groß angekündigte Offensive, den Ganztag an weiterführenden Schulen einzurichten, erweist sich bei Lichte betrachtet als die reinste Mogelpackung. Angesichts der bildungspolitischen Lage besteht die SPD darauf, am geplanten Ausbau festzuhalten.
Während eine Nothaushaltsgemeinde wie Leverkusen alle Anstrengungen unternimmt, um das sinnvolle Ziel der Ganztagsbetreuung für Lehrer und Schüler zu verwirklichen, zeigt das Land in Gestalt der Kommunalaufsicht die rote Karte. Gerade Nothaushaltsgemeinden brauchen aber die nötige Unterstützung der Landesregierung in dieser Frage.
Die SPD vertritt die Auffassung, dass die Stadt beim Ausbau des Ganztags nicht nachgeben darf. „Wer A sagt, muss auch B sagen. Und wer nicht kämpft, hat schon verloren“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ernst Küchler.
Wirklichkeit ist, dass das Landrat Lucas-Gymnasium und die Werner-Heisenberg-Schule aufgrund der verkürzten Schulzeit bis zum Abitur in der Praxis schon längst Ganztagsschulen sind. Es geht jetzt darum, Lehrer und Schüler nicht im Regen stehen zu lassen.
„Wir Sozialdemokraten bestehen darauf, dass die über 4 Millionen Euro Investitionsmittel im Haushalt bleiben, damit wenigstens der Ausbau der jeweiligen Mensen zur Essensversorgung stattfinden kann“, formuliert der ehemalige Oberbürgermeister die Erwartungen an seinen Amtsnachfolger. „Für diese bauliche Maßnahme benötigen wir nach unserer Auffassung nicht die Zustimmung der Landesregierung, die hoffentlich ohnehin am 9. Mai abgewählt wird“.