Mit dem Leverkusen-Ticket gewinnen alle

Veröffentlicht am 29.01.2010 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Mobilität für alle Bürger fordert die SPD im Rat der Stadt Leverkusen. Sie hat beantragt, einen erschwinglichen Tarif im Nahverkehr einzuführen, der vor allem Geringverdienern zu Gute kommen soll.
Damit auch Geringverdiener und Sozialleistungsempfänger künftig mehr Bus und Bahn fahren, ringt die SPD mit anderen Fraktionen im Stadtrat gegenwärtig um die Einführung eines sogenannten Leverkusen-Tickets. Zweifelnde Stimmen, das Ticket sei nicht tragfähig, weil es den Stadthaushalt weiter belastet, werden von den Sozialdemokraten im Keime erstickt. Sie verweisen auf Erfahrungen, die man in anderen Städten mit Preisermäßigungen für den Nahverkehr gemacht hat. Bei dort für den Tarif Verantwortlichen hat sich die SPD erkundigt.
In der Domstadt beispielsweise stieg mit der Einführung des Köln-Passes die Zahl der Fahrgäste deutlich an. Ebenso die Besucherzahl von Schwimmbädern und Museen. Auch Freizeitparks arbeiten inzwischen mit der Stadtverwaltung zusammen, um Besucher mit Köln-Pass anzulocken. „Die kalkulieren messerscharf und erreichen auf diese Weise Familien, die sonst nie kämen, weil sie sich den Eintritt einfach nicht leisten können“, sagt Bürgermeisterin Eva Lux, die sich für günstige Fahrscheine auch in Leverkusen stark macht. Wen wundert es da noch, dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zum 1. August ein solches Angebot für die Kunden flächendeckend zwischen Düsseldorf und Dortmund einführt.
Die SPD sieht sich deshalb in ihrer Forderung bestätigt, mit dem Angebot „Leverkusen für alle“ zugleich auch eine Ermäßigung in Bus und Bahn einzuführen. Das Projekt ist also nicht nur eine gute Sache für sozial Schwache, sondern vor allem auch wirtschaftlich für die Stadt interessant.
„Wir wollen die Mobilität unserer Bürger fördern, den öffentlichen Nahverkehr stärken und dabei den Steuerzahler nicht zusätzlich belasten. Mit dem Ticket gewinnen alle“, erklärte SPD-Fraktionschef Walter Mende. Er will als „vorsichtiger Kaufmann“ kalkulieren. Nachfrage und Kostenentwicklung sollen zunächst weiter beobachtet werden, bevor das Leverkusen-Ticket dauerhaft eingeführt wird: „Hier ist der Einsatz von Politik, Verwaltung und Wupsi gefragt.“

Fakten aus Köln:
• den Köln-Pass gibt es seit 1985
• seit der Erweiterung des berechtigten Personenkreises 2007 steigt die Nutzerzahl der
KVB deutlich
• der Köln-Pass verursacht keinen zusätzlichen Geldabfluss aus dem Kölner Haushalt
• renommierte Freizeitparks arbeiten mit der Stadt Köln zusammen, um das Angebot
auszuweiten und Besucherströme anzulocken

Fakten aus Bonn:
• den Bonn-Ausweis gibt es seit 1992
• die Zahl der Kunden im Nahverkehr ist mit der Einführung stetig gestiegen
• Fahrpreisermäßigungen in Bus und Bahn sind für Stadtverwaltung und Stadtwerke
kostenneutral
• die Struktur der Leverkusener Bevölkerung ist mit der von Bonn vergleichbar, daher
ist ein ähnliches Nachfragverhalten zu erwarten.