EIN BÜRGERMEISTER SOLLTE DIE INTERESSEN SEINER STADT VERTRETEN

Veröffentlicht am 05.08.2010 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

„Ein Bürgermeister sollte die Interessen seiner Stadt nach außen vertreten und nicht ständig seine persönlichen negativen Befürchtungen zum Besten geben“. Heinz- Gerd Bast, amtierender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, übt deutliche Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit des 2. ehrenamtlichen Bürgermeisters Friedrich Busch. Immer wieder äußere Busch Auffassungen zu Opladener Themen, die nicht den Stadtpositionen entsprechen. „Wenn schon der eigene Bürgermeister nicht mehr hinter der vollständigen Umsetzung der Bahnstadt-Pläne steht, dann müssen wir uns auch nicht über die Meinung der Bezirksregierung wundern“.

Für die Verlegung der Güterzugstrecke soll im Herbst die sog. Kostenberechnung nach DIN 276 (Kosten im Bauwesen) vorliegen. Dabei handelt es sich um die Leistungsphase 3 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Mit ihr werden die Kosten eines Projektes erstmals nicht geschätzt, sondern auf der Grundlage der Entwurfsplanung ermittelt. Außerdem haben Stadt und Land gerade ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem der gesamte volkswirtschaftliche Mehrwert der Gütergleisverlegung für Opladen ermittelt werde. „Kostenberechnung und Gutachten werden uns wichtige Erkenntnisse bringen“, vermutet Heinz-Gerd Bast, der auch dem Aufsichtsrat der Bahnstadt GmbH angehört und weiß, wovon er redet. „Vorher bereits die Flinte ins Korn zu werfen und die Planungen in Sack und Asche zu reden ist unverantwortlich – das gilt im Besonderen für einen Bürgermeister der Stadt Leverkusen“.

Eine ganz andere Auffassung als FDP-Bürgermeister Busch hat Heinz-Gerd Bast auch zu den Aktivitäten des Bauvereins Opladen an der Düsseldorfer Straße. Dort geht gerade der 1. Bauabschnitt neben der Remigiuskirche mit Riesenschritten auf die Fertigstellung zu. „Ein Unternehmen, dass in ganz Opladen (weitere Beispiele: Hallenbadgelände Herzogstraße, Eckgrundstück Bahnhofstraße/Busbahnhof C) viel Gutes für die Stadtentwicklung tut, einen jahrelangen Stillstand beidseits der Düsseldorfer Straße auflösen wird, dabei auch auf die Bedürfnisse der Opladener Bevölkerung eingeht und den Handel stärkt, muß sich dafür vom Bürgermeister sagen lassen, dass die Stadt ihm das Grundstück vorschnell verkauft hat“. Dies sei schon ein bemerkenswerter Umgang eines Teils der Stadtspitze mit dem bodenständigen, seit 110 Jahren in Opladen ansässigen und wirkenden Bauverein.