SPD-Fraktion begrüßt beabsichtigte Gesamtbetriebsratsvereinbarung zum bevorstehenden Personalabbau bei der Bayer AG: „Wir stehen zusammen“

Veröffentlicht am 10.02.2011 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Die SPD-Fraktion reagiert auf die heutige Presseberichterstattung über die beabsichtigte Vereinbarung zum sozialverträglichen Personalabbau bei der Bayer AG. Die Sozialdemokraten erneuern ihr Bekenntnis zur uneingeschränkten Solidarität mit dem Gesamtbetriebsrat und allen Beschäftigten des Unternehmens.

Im Herbst wurde Leverkusen von der Meldung über eine bevorstehende Streichung von 1.700 Arbeitsplätzen bei der Bayer AG erschüttert. Die SPD hat dies vor dem Hintergrund der erfolgreichen Ertragslage des Unternehmens von Anfang an scharf kritisiert. Dass nun entgegen aller Befürchtungen betriebsbedingte Kündigungen zumindest in den Jahren 2011 und 2012 ausgeschlossen bleiben, ist ein Verdienst der Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter. SPD-Ratsherr Erhard Gipperich, lange Jahre selbst Gesamtbetriebsratsvorsitzender, zeigt sich deshalb zunächst einmal erleichtert: „Angst und Ungewissheit sind doch für die Betroffenen das Schlimmste. Damit muss aufgeräumt werden.“ Dass die Unternehmensführung offenbar ernsthafte Bemühungen unternimmt, sozialverträgliche Lösungen für den Personalabbau zu finden, ist für Gipperich ein Punktsieg der Arbeitnehmervertreter.

Zusammen mit SPD-Fraktionschef Dr. Walter Mende will Gipperich im Verlauf der bevorstehenden Verhandlungen weiterhin Schulter an Schulter mit Betriebsrat und Gewerkschaften stehen. Beide verweisen auf die öffentliche Verantwortung des Unternehmens. Deshalb müsse aus Politik und Gesellschaft jetzt ein deutliches Signal an die Bayer-Führung kommen: „Wir in Leverkusen stehen zusammen und werden gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Stadt ein zukunftsfähiger Standort bleibt. Leverkusen wird ohne Bayer auch künftig nicht denkbar sein und genauso umgekehrt: Bayer geht nicht ohne Leverkusen.“