Stellungnahme der SPD-Fraktion zur Bildungspolitik in Leverkusen: „Es ist Zeit zur Neubesinnung“

Veröffentlicht am 29.03.2011 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Nach erster interner Beratung reagiert die SPD-Fraktion auf die Vorstellung aktueller Zahlen zur Schulentwicklung durch die Verwaltung. Die Sozialdemokraten fordern und führen eine zeitnahe bildungs- und strukturpolitische Debatte über die Zukunft der Leverkusener Schulen.

Am vergangenen Donnerstag stellte die Verwaltung den schulpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Ratsfraktionen die aktuellen Zahlen zur Schulentwicklung in Leverkusen vor. Diese Zahlen, die sich weitgehend auf Schulanmeldungen, demografischen Daten und bestehende Angebotsstrukturen bzw. auf deren voraussichtliche Entwicklungen in den kommenden Jahren beziehen, sind aus Sicht der SPD-Fraktion nicht nur aufschlussreich, sondern teilweise auch alarmierend.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ernst Küchler, erklärt: „Diese Informationen der Verwaltung veranlassen uns, zeitnah eine bildungs- und strukturpolitische Debatte über die Zukunft unserer Schulen in Leverkusen zu fordern und zu führen. Es ist Zeit zur Neubesinnung.“ Folgende Gesichtspunkte sind nach Meinung der SPD dabei vor allem zu berücksichtigen: – Der Rückgang der Schülerzahlen – Die Schuleinzugsbereiche – Der Ganztag, auch der gebundene Ganztag, an Grund- und Realschulen – Die Berücksichtigung des Elternwillens – Das voraussehbare Ende der Hauptschule – Die Durchlässigkeit des Systems Seite – Integrierte Schulformen und längeres gemeinsames Lernen (Gesamtschule, Gemeinschaftsschule, Sekundarschule und „Schule von 1 bis 13“) – Die Inklusion zur Integration Behinderter in die Regelschule Geht es nach dem Willen der SPD, dann darf sich die Schulstrukturpolitik nicht nur an statistischen Größen und demografischen Daten orientieren, sondern muss auch bestimmten bildungspolitischen Prinzipien folgen. Hierzu gehören insbesondere: – Die Chancengerechtigkeit – Die individuelle Förderung – Die Durchlässigkeit – Der Elternwille

Die SPD fordert zunächst die Veröffentlichung aller Daten und Zahlen. Sie wird die öffentliche Diskussion mit allen Betroffenen und Interessierten führen und auch die Meinung externer Experten, sowie die Erfahrungen andernorts mit einbeziehen. Dazu soll es neben einer öffentlichen Veranstaltungsreihe auch eine eigene Homepage mit Austauschmöglichkeiten im Internet geben Küchler: „Wir laden alle bildungspolitisch Interessierten ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.“