Seniorenbeirat: Wieder einmal heiße Luft im Sommerloch von Bürgermeister Busch – und nichts dahinter

Veröffentlicht am 25.09.2012 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Mit Bedauern nahm die SPD-Fraktion zur Kenntnis, dass die Bildung einer kommunalen Seniorenvertretung nun erneut an der Ratsmehrheit von Jamaika+ gescheitert ist. „Nachdem Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) sich im Sommer in den Medien positiv zu dem Thema geäußert hat und aufgrund aktueller demografischer Zahlen ein Umdenken signalisierte, sah die SPD-Fraktion gute Chancen endlich wieder eine Seniorenvertretung zu etablieren und stellte erneut einen entsprechenden Antrag an den Rat“ sagte Peter Ippolito, der Vorsitzende der SPD-Fraktion nach der Ratssitzung und weiter: „leider scheint sich außer Bürgermeister Busch niemand weiter im Jamaika-Bündnis mit diesem Thema beschäftigt zu haben, anders ist das Abstimmungsergebnis nicht zu erklären. Busch hatte zwar als einziger Jamaikaner für den SPD-Antrag gestimmt, unterließ aber jeden Versuch im Rat zumindest in seiner Partei um Unterstützung zu werben. Somit können Buschs Sorgen, die beim Studieren des Seniorenwegweisers der Stadtverwaltung entstanden sind, als Sommertheater verbucht werden“.

Dass die Stadt Leverkusen eine Seniorenvertretung braucht ist als Schlussfolgerung aus den Zahlen des Seniorenwegweisers richtig. Wenn über 44.000 Menschen der Stadt 60 Jahre und älter sind, sollte die Stadt Bedingungen für ein Gremium schaffen, welches sich explizit mit gesellschaftlichen Fragen der Senioren beschäftigt. „Hier geht es darum, die Interessen eines Drittels der Leverkusener Bevölkerung vernünftig zu vertreten. Das sich ein Ratsmitglied eben nicht mit den sehr speziellen Fragen älterer Menschen zeitlich vernünftig beschäftigen kann, hatte Busch völlig richtig erkannt“, sagte Ippolito abschließend und verkündet, dass die SPD-Fraktion das Thema nicht aus den Augen lässt und sich weiter für die Bildung des Seniorenbeirats einsetzen wird.