Sperrung der A1 Brücke – jetzt Entwicklungschancen nutzen

Veröffentlicht am 30.11.2012 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Seit heute 14:00 Uhr ist die A1-Brücke beidseitig für den LKW-Verkehr gesperrt. Zu dieser neuen Einschätzung der Lage kam der NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, in Absprache mit den Ingenieuren von Straßen.NRW, die ja bereits seit August diesen Jahres versuchen, die Schäden durch die Übernutzung zu begrenzen. Minister Groschek, der sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage machte, betonte, dass jetzt alles getan werden muss um den Neubau dieses Abschnitts der A1 zu priorisieren. Dazu hat er auch bereits Kontakt zum Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aufgenommen und ihn um ein kurzfristiges Gespräch gebeten. Zudem möchte Groschek nächste Woche schon mit den Verantwortlichen aus Leverkusen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammen kommen, um Lösungsmöglichkeiten zu besprechen.
Dazu sagt Peter Ippolito, Vorsitzender der SPD-Fraktion Leverkusen: “Die Sperrung für den LKW-Verkehr kommt für uns, wie sicher für alle Beteiligten, ebenfalls überraschend. Aber es freut uns, dass Minister Groschek sofort reagiert und den Neubau des Teilstücks zwischen Kreuz Leverkusen bis hinter der Rheinquerung forcieren will. Das er dazu an einen runden Tisch bittet, ist ebenfalls sehr zu begrüßen. Durch die Neugestaltung dieses Teilstücks bieten sich Leverkusen neue Chancen für die Verkehrsentwicklung in Leverkusen. Diese gilt es nun zu diskutieren und zu nutzen. Zudem fordern wir die Stadt auf, diese neue Entwicklung im Verkehrskonzept für Leverkusen mit aufzugreifen”.
Zudem betonte Ippolito, wie enorm wichtig eine funktionierende Rheinquerung für die Wirtschaft der Stadt ist: „Für den Chempark, um nur ein Beispiel zu nennen, ist diese Verbindung die Hauptschlagader zwischen den Standorten in Leverkusen und Dormagen. Wir müssen auch hier alles dafür tun, dauerhaften Schaden vom Standort Leverkusen abzuwenden.“
Richtung Straßen-NRW formulierte Ippolito die Forderung „eine möglichst weiträumige Umfahrung der A1 Brücke zu gewährleisten, damit sich im Falle einer Sperrung oder Überfüllung der A3 nicht der gesamte LKW-Verkehr durch die Straßen Leverkusens fortbewegt und damit für einen völligen Zusammenbruch des Verkehrsflusses in der Stadt Leverkusen führt.“ Das diese Möglichkeit ein realistisches Szenario ist, haben die multiplen Staus in Leverkusen im Rahmen der Verbreiterung der A3 gezeigt.