Häufig gestellte Fragen zum Thema “A1-Stelze” und die Vorgeschichte

Veröffentlicht am 07.05.2013 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten
Peter Ippolito im Interview mit Sat1Peter Ippolito im Gespräch mit Sat1

Enorm viele Anfragen der bundesweiten Presse sowie interessierter Bürgerinnen und Bürger erreicht die SPD-Fraktion zum Thema “A1-Stelze”. Aus gegebenen Anlass möchten wir hier die häufigst gestellten Fragen und die Antworten dazu veröffentlichen:

Will die SPD-Fraktion den Abriss der BayArena?
Das ist natürlich Unfug und wurde von der SPD-Fraktion mit keinem Wort gefordert. Vielmehr machten wir deutlich, dass wohl niemand ein Interesse am Abriss haben kann. Weder der BayArena, noch der Häuser an der Marienburger Straße.

Fordert die SPD-Fraktion Enteignungen durchzusetzen?
Nein! Vielmehr warnt die SPD-Fraktion vor solchen Denkmodellen, da genau dies nicht passieren darf. Denn ebenso wie Oberbürgermeister Buchhorn bereits im Januar sagte, ist auch die SPD-Fraktion der Auffassung, dass Eingriffe in Flächen dritter nicht auf das Einverständnis der Betroffenen stoßen wird.

Was bezweckte die SPD-Fraktion mit dieser Meldung?
Wir weisen auf die völlig konträren Aussagen seitens Straßen.NRW hin. Einmal wird eine Tunnellösung nicht ausgeschlossen und ein anderes Mal werden schon Entlastungsspuren an der Stelze skizziert, die einen solchen Tunnel im Umkehrschluss wieder ausschließt. Da scheint Straßen.NRW ständig neue Vorgaben aus dem BMVBS zu bekommen. Das nährt den Verdacht, dass das BMVBS kein Geld für eine mögliche Tunnellösung bereitstellen will.

Wie kommen Sie zu dem Schluss, dass Flächen angekauft werden müssten um die Stelze zu verbreitern?
Da reicht ein Blick auf die Karte von Leverkusen und etwas gesunder Menschenverstand um zu erkennen, dass weder für eine dauerhafte Verbreiterung der Stelze, noch für die angedachten Entlastungsspuren genügend freier Platz vorhanden ist (speziell im Bereich Marienburger Straße/BayArena).

Was fordert die SPD-Fraktion vom BMVBS?
Die SPD-Fraktion fordert vom Bundesverkehrsminister hier nun zügig mit den Planungen für eine Tunnellösung zu beginnen und diesen Prozess transparent zu gestalten. Zudem sind endlich die Stelzenpläne zu verwerfen. Solange dies nicht geschieht und uns niemand erklären kann, wie eine Autobahn auf so einer kurzen Strecke ein Gefälle vom ersten Stock in den Keller erreichen kann, machen wir uns Sorgen, dass eine Tunnellösung nicht umzusetzen sein wird und die ganze Stadt Leverkusen hingehalten werden soll.

Welchen Vorteil hätte eine Tunnellösung?
Die mittelgroße Stadt Leverkusen dürfte die einzige Stadt in Deutschland sein, die Mitten in der Stadt ein Autobahnkreuz hat, auf dem sich zwei der wichtigsten und meist befahrensten Verkehrsrouten Deutschlands treffen. Auch wenn Leverkusen Chemie- und Industriestadt ist, hier wohnen Menschen die auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit haben. Man sollte die sich jetzt bietende Chance nutzen, diese Menschen von Lärm und Emissionen zu entlasten anstatt sie weiter zu belasten, nur um womöglich die billigste Variante umzusetzen.

Will die SPD-Fraktion Wahlkampf mit diesem Thema machen?
Nein. Die SPD-Fraktion wirbt weiter für ein partei- und bürgerübergreifendes Bündnis für Leverkusen. Von parteipolitischen Spielchen hält die SPD-Fraktion einhellig nichts. Wir sind alle von den Leverkusener Bürgerinnen und Bürgern in den Rat gewählt und vertreten alle deren Interessen. Das Thema A1-Ausbau wäre zudem viel zu groß und zu wichtig um es zum Spielball von Parteipolitik zu machen. Die ganze Stadt Leverkusen muss hier mit einer Stimme sprechen und wir müssen auch gemeinsam in der Region um Unterstützung werben, wenn wir bis Berlin gehört werden wollen.

Was halten Sie von der Ankündigung des Bayer04 Geschäftsführers, Wolfgang Holzhäuser, mit dem Stadion nach Köln zu ziehen?
Zunächst möchte die SPD-Fraktion noch einmal betonen, dass niemand daran ernsthaft ein Interesse haben kann. Die BayArena gehört zu Leverkusen wie das Bayerkreuz und die Bayerfamilie. Aber stutzig machte uns, dass der KSTA heute einen Umzug der BayArena an den Kurtekotten erwähnt. Die SPD-Fraktion kann nur an alle appellieren, dies nicht in Betracht zu ziehen und gemeinsam für eine – allen Interessen gerecht werdende Lösung – zu werben.

Wir möchten diese Gelegenheit zudem nutzen, um hier noch einmal die Historie aufzuzeigen, die zum Brief an Bundesverkehrsminister Ramsauer und die darauf folgende Pressemitteilung führten: