SPD-Fraktion gegen weitere Einschnitte in Sparkassenfilialnetz

Veröffentlicht am 10.06.2013 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten, Pressemitteilungen

Zu dem mit knapper Mehrheit im Verwaltungsrat der Sparkasse auf Vorschlag der Arbeitnehmervertreter und mit Zustimmung der SPD-Vertreter gefassten Beschluss, keine weiteren Filialen zu schließen und auch das sonstige Angebot der Sparkasse zu erhalten, erklärt der stv. SPD-Fraktionsvorsitzende und Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse, Heinz-Gerd Bast: „Die Sparkasse Leverkusen hat trotz aller kaufmännischer Vorsicht (Rückstellungen aus der Verbandshaftung für West LB, Landesbank Berlin bzw. für Basel III …) in den drei vergangenen Jahren 2010 bis 2012 jeweils Millionengewinne, zuletzt 2012 3,5 Mio. Euro, erzielt. Ihre Ertragslage ist im Quervergleich mit ähnlich großen Instituten überdurchschnittlich gut. Sie ist in Leverkusen das Institut mit der weitaus größten Kundenbindung und dem weitaus besten Filialnetz und kommt damit ihrem gesetzlichen Auftrag, der Gemeinwohlorientierung, nach.“
Die Forderung der Arbeitnehmervertreter, diese Situation und Konstellation zu erhalten, ist daher verständlich und berechtigt.
„Wir nehmen allerdings zur Kenntnis, dass der Oberbürgermeister und die Vertreter von Jamaica+ im Verwaltungsrat offenbar nur eine bis zur Kommunalwahl 2014 befristete Zusage für den Erhalt des Filialnetzes machen wollen. Dieses ‚butterweiche‘ Bekenntnis erinnert sehr an die vor wenigen Wochen von der Ratsmehrheit geführte Diskussion zur Zukunft der Stadttochter WGL“ erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende, Peter Ippolito und ergänzt: „Die SPD-Fraktion betrachtet den Wunsch der Arbeitnehmervertreter hingegen nicht als kurzlebige Momentaufnahme, sondern als grundlegende strategische Strukturentscheidung und fühlt sich auch über die derzeitige Wahlperiode, Stadtrat und Sparkassen-Verwaltungsrat, hinaus an diesen Beschluss gebunden.“