Informationspolitik des Oberbürgermeisters ist ausbaufähig

Veröffentlicht am 22.07.2013 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Heutiger TOP-Verteiler Schreiben Marktplatz Wiesdorf

TOP-Verteiler haben den Zweck, wichtige Informationen der Stadtverwaltung zeitnah an die Politik zu befördern. Über 72 Stunden hat der Oberbürgermeister benötigt, bis er heute Nachmittag um 15:00 Uhr eine Botschaft der Kirche, die für die Innenstadtentwicklung in Wiesdorf von enormer Tragweite ist, dem Stadtrat, Bürgermeistern und den Fraktionen mitteilte.

Wichtiger war dem Oberbürgermeister offenbar, die Ergebnisse des Gespräches zuerst am Samstagabend beim CDU-Sommerfest zu verkünden, bevor der Stadtrat informiert wird – Parteiräson geht offenbar vor Staatsräson.

So durften die Kommunalpolitiker heute Morgen schon in der Zeitung lesen, was Ihnen heute Nachmittag offiziell als wichtige Nachricht auf den Tisch flatterte. Vergangene Woche wurde die Pressestelle, die die im Bauausschuss vorgetragenen Pläne veröffentlichte, vom Oberbürgermeister als indiskret gescholten – diesmal war wohl das Stadtoberhaupt höchstselbst indiskret.

Aber auch die Konsequenz der kirchlichen Entscheidung – „Die Verwaltung wird nunmehr Überlegungen zur künftigen Platzsituation und Attraktivierung des westlichen Eingangstores zur Fußgängerzone entwickeln“ – verwundert die SPD-Fraktion.
Seinerzeit, noch unter Buchhorns Vorgänger, wurden die Politik und wichtige andere Institutionen und Personen an der Entwicklung der Ideen für diesen wichtigen Teil der Fußgängerzone in der sogenannten Werkstatt Wiesdorf beteiligt.
Soviel aktive Beteiligung ist offenbar nicht das Ding des jetzigen Oberbürgermeisters, dessen Jamaicaplus-Mehrheit ohnehin gerne ihre Meinung durchstimmt.