Europaring-Sperrung: „Das geht doch alles nicht mehr mit rechten Dingen zu“

Veröffentlicht am 24.11.2009 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Die kommunale Infrastruktur ist in Leverkusen akut bedroht – zeigt das Beispiel Europaring.

„Das geht doch alles nicht mehr mit rechten Dingen zu und ist längst nicht mehr normal“, kommentierte Küpperstegs Ratsfrau Marlene Echterhoff (SPD) die jüngsten Entwicklungen am Europaring. Die wichtige innerstädtische Verbindungsachse muss nun auch in Fahrtrichtung Wiesdorf einspurig gesperrt werden. Stützstreben sollen dort einen Einsturz der westlichen Tunnelwand verhindern. Vorschläge für eine städtebaulich und verkehrstechnisch sinnvolle Lösung zugunsten des Stadtteils scheitern, wie so oft in letzter Zeit, an der Geldfrage.

„Wir werden nicht mehr hinnehmen, dass die marode Bausubstanz unsere Stadt noch völlig in den Ruin treibt. Hier zeigt sich, dass wir Leverkusener kaum noch irgendetwas tun können. Ständig müssen irgendwelche Notlösungen herhalten. So kann sich Leverkusen als Stadt nicht weiterentwickeln“, so Echterhoff.

Die SPD-Vertreterin zeigt sich erschüttert darüber, in welchem Zustand sich die Infrastruktur befindet. „Das wird einfach immer schlimmer. Die jahrelange Sparpolitik geht auf die Kosten der Bürger. Die kommunale Daseinsvorsorge ist bereits heute ernsthaft in Gefahr. In Zukunft wird das noch schlimmer werden.“

Die SPD-Ratsfraktion fordert unterdessen die Landesregierung auf, Städten wie Leverkusen Sonderkredite zu gewähren, damit die erforderlichen Maßnahmen nicht länger aufgeschoben werden müssen. Das Kaputtsparen der Städte müsse endlich beendet werden.

„Ein wichtiges Stück Opladener Geschichte würde verloren gehen“

Veröffentlicht am 19.11.2009 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Die SPD-Ratsfraktion fordert die Landesregierung auf, von Plänen, den Amtsgericht-Altbau abzureißen, Abstand zu nehmen.
Mit großer Sorge betrachtet der ehemalige Bezirksvorsteher von Opladen, Heinz-Gerd Bast, die Abriss-Pläne der Landesregierung für den Altbau des Amtsgerichts.
Historische Bausubstanz und damit ein weiteres Stück Opladener Geschichte würden verloren gehen, wenn der Bau und Liegenschaftsbetrieb Ernst macht. „Mir kann niemand erklären, warum hier in Opladen nicht das gehen soll, was an anderer Stelle funktioniert hat“, sagt Bast mit Hinweis auf die Modernisierung des Oberlandesgerichts in Köln. Die Sandsteinfassade des altehrwürdigen Gerichtsgebäudes am Reichensberger Platz wurde in den letzten Jahren vollständig erneuert. Gleiches müsse auch beim alten Opladener Friedensgericht möglich sein.
Nicht nachvollziehen kann Bast auch, warum eine energetische Erneuerung des 1880 errichteten und mehrfach modernisierten Gebäudes tatsächlich teurer sein soll, als ein Neubau. Die Rechnung geht nach seiner Ansicht nicht auf. Die Regierung sollte sich um Fördermittel bemühen, die im Rahmen des Klimaschutzes für energetische Maßnahmen bereit gestellt werden statt auf die hohen Kosten zu verweisen. „Das Land macht es sich sehr einfach, wenn es glaubt, hier abreißen zu können. Wir Opladener werden uns jedenfalls dagegen zu Wehr setzen.“