Stadtbahn-Anbindung bis zum Chempark

Veröffentlicht am 11.11.2015 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten, Anträge

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bitte setzen Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates und der zuständigen Gremien:

Im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des ÖPNV-Bedarfsplans für Nordrhein-Westfalen wird die Verwaltung beauftragt, mit Vertretern der Stadt Köln, der Kölner Verkehrsbetriebe AG und des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland Beratungen mit der Zielsetzung zu führen, dass eine in Köln beabsichtigte Erweiterung des Stadtbahnnetzes in die Stadtteile Stammheim und Flittard zumindest bis zum Chempark Leverkusen mit Haltepunkten am Tor 11 und 12 sowie an der B8 in Höhe Kaiser-Wilhelm-Allee geführt wird und dieses Schienenprojekt als Neubaumaßnahme für die Bedarfsplanaufstellung angemeldet wird.

Des Weiteren skizziert die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Wupsi ein Szenario, wie eine eventuell bis zum Chempark geführte Straßenbahn auch weiter Richtung Stadtmitte (Busbf.) oder langfristig gegebenenfalls sogar bis Opladen verlängert werden könnte.

Bei den anstehenden Umbaumaßnahmen sowohl der B8 in Küppersteg als auch der Busbahnhöfe Wiesdorf und Opladen stellt die Verwaltung außerdem sicher, dass eine mögliche Straßenbahn-Anbindung realisierbar bleibt und insbesondere hierfür erforderliche Zuwege nicht verbaut werden.

Begründung:
Die Stadt Köln hat ein Leitbild „Köln mobil 2025“ entworfen, in dem Handlungsansätze für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik aufgezeigt sind. Ein darin enthaltenes Maß-nahmenfeld ist der weitere Stadtbahn-Ausbau mit Streckenverlängerungen in bisher noch nicht von der Schiene erschlossene Stadtteile. Auch die Kölner Verkehrsbetriebe haben vor kurzem Planungen für den weiteren Stadtbahn-Ausbau vorgestellt, welche auch eine Neubaustrecke von Mülheim über Stammheim bis Flittard beinhaltet.

Zur Bewältigung der Pendler- und Verkehrsströme sind zukunftsorientierte Planungen notwendig, denn die Großstädte entlang der Rheinschiene werden in den nächsten Jah-ren weitere Einwohnerzuwächse verzeichnen. Ziel muss es daher sein, bei wachsender Bevölkerung einen höheren Anteil der Wege auf den öffentlichen Personennahverkehr zu verlagern. Damit sind auch stärke Anforderungen an eine vorausschauende Ver-kehrsplanung und der Bewältigung der Gebietsgrenzen überschreitenden Verkehrs-probleme verbunden. Dazu ist eine intensive regionale Zusammenarbeit notwendig, etwa im Verein Region Köln/Bonn e.V., dem Regionalrat Köln und in den Gremien des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland.

Bereits heute ist eine erhebliche Verkehrsbelastung in Leverkusen gegeben. Die Ver-kehrsprobleme werden weiter zunehmen, wenn nicht frühzeitig entschieden gegenge-steuert wird. Eine Stadtbahnanbindung zum Chempark kann hier einen wichtigen Bei-trag leisten, denn eine Straßenbahn ist schneller und pünktlicher als Busse und kann mehr Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen. Lärm- und Abgasemissionen können verringert werden; ein Gelenkbus verbraucht bezogen auf die transportierten Fahrgäste bei einem Besetzungsgrad von 50% etwa doppelt so viel Energie wie eine Straßenbahn, in den Hauptverkehrszeiten fällt der Vorteil für die Straßenbahn wegen der dann deutlich höheren Zahl der transportierten Fahrgästen sogar noch günstiger aus. Straßenbahnen garantieren somit eine ressourcenschonende Mobilität.

Mit einer perspektivischen Weiterführung der Straßenbahn über den Chempark hinaus bis in die Stadtmitte Leverkusens oder langfristig eventuell sogar bis Opladen könnte ein attraktives und leistungsfähiges ÖPNV-Angebot auf der Nord-Süd-Verbindung entstehen, wo heute bereits stark nachgefragte und besonders ausgelastete Buslinien verkehren. Die Bewältigung der Verkehrsprobleme in Leverkusen verlangt langfristige Strategien – und in diese Debatte muss jetzt eingestiegen werden.
Mit freundlichen Grüßen

Peter Ippolito                          gez. Sven Tahiri
Fraktionsvorsitzender           verkehrspolitischer Sprecher

Schnellbusverbindung über die A1 zwischen Leverkusen und Köln

Veröffentlicht am 11.11.2015 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten, Anträge

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bitte setzen Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates und der zuständigen Gremien:

Die Verwaltung prüft in Zusammenarbeit mit der Wupsi, wie eine Schnellbusverbindung über die A1 vom Bahnhof Leverkusen-Mitte via Chempark (Tor 4), den Fordwerken und dem Stadtbahn-Haltepunkt Merkenich bis zum Verknüpfungspunkt in Chorweiler (S- und U-Bahn) realisiert und für den neuen ÖPNV-Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen angemeldet werden kann.

Begründung:
Fahrgäste, die heute von Leverkusen aus per Bus und Bahn Ziele im Kölner Norden oder in Dormagen (und umgekehrt) erreichen möchten, müssen zwangsläufig einen großen Umweg über den Kölner Hauptbahnhof oder zumindest über die Mülheimer Brücke in Kauf nehmen. Diese zeitaufwendige Verbindung ist wenig attraktiv und führt dazu, dass viele Pendler für ihre Fahrt zum Arbeitsplatz das Auto dem öffentlichen Personennahverkehr vorziehen.

Eine attraktive Schnellbusverbindung würde – sobald sie mit Fertigstellung des ersten Teils der neuen Rheinbrücke oder möglicherweise bereits zuvor nach Wegfall der Ge-wichtsbeschränkung auf der alten Brücke realisiert werden könnte – hier für Abhilfe sorgen und dazu führen, dass mehr Berufspendler auf den ÖPNV umsteigen. Somit könnte ebenfalls ein Beitrag geleistet werden, die Autobahn 1 ein Stück weit vom Individualverkehr zu entlasten. Ein gut vertaktetes Schnellbusangebot Leverkusen-Mitte – Köln-Chorweiler bietet sicherlich ein nicht unerhebliches Fahrgastpotenzial, da mit solch einer Verbindung sowohl der Chempark in Leverkusen als auch die Fordwerke in Köln auf dem schnellsten Wege mit dem ÖPNV erschlossen würden. Auch der Chempark Dormagen ließe sich mit Umstieg in Chorweiler wesentlich schneller erreichen als mit der heute notwendigen Schleifenfahrt per S-Bahn über die Kölner Innenstadt.

Aber nicht nur für Pendler wäre eine Schnellbusverbindung über den Rhein von Bedeutung. So könnte ebenso der Freizeitverkehr von der direkten Erreichbarkeit des Neulandparks auf Leverkusener Seite oder des Fühlinger Sees auf Kölner Gebiet von einem derartigen Angebot profitieren. Auch die Leverkusener Innenstadt könnte unter stadtentwicklungspolitischen Gründen gewinnen, wenn potenzielle Neukunden aus dem Kölner Norden eine direkte ÖPNV-Anbindung, beispielswiese zur Rathaus-Galerie, bekämen.

In den neuen ÖPNV-Bedarfsplan, der vom Landesverkehrsministerium aufgestellt wird, werden alle relevanten Maßnahmen für den Ausbau des öffentlichen Personennahver-kehrs aufgeführt, die in den kommenden Jahren in Angriff genommen werden sollen. Das betrifft vor allem Schienenprojekte, dennoch können aber auch andere Verkehrsträger, wie beispielsweise neue bedeutsame Buslinien, mit in den Plan aufgenommen werden. Mit einer Schnellbusverbindung über den Rhein zwischen Leverkusen und Köln würde eine wichtige Lücke im ÖPNV-Netz geschlossen werden können, weshalb diese für den neuen Bedarfsplan unbedingt angemeldet werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Ippolito                          gez. Sven Tahiri
Fraktionsvorsitzender           verkehrspolitischer Sprecher

Leverkusener SPD fordert Regelung zu Umgang mit der Seveso-Richtlinie im neuen Landesentwicklungsplan (LEP)

Veröffentlicht am 03.12.2013 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten, Pressemitteilungen

Die Leverkusener SPD setzt sich bei der Landesregierung NRW für Umsetzung der Seveso-Richtlinien im neuen Landesentwicklungsplan ein, der zur Zeit erarbeitet wird. Dieser stellt die Regeln für die räumliche Entwicklung in NRW der nächsten 15 Jahre auf und ist damit maßgeblich für alle räumlichen Planungen. Beim Studium des Entwurfs fiel der Leverkusener SPD-Fraktion auf, dass die Umsetzung der Seveso-Richtlinie noch keine Rolle spielten und brachte dies nun in den gerade stattfindenden Diskussionsprozess ein.
„Für nachhaltige Stadtentwicklung ist es wichtig, dass Regeln zum Umgang mit der Seveso-Richtlinie getroffen werden und der neue Landesentwicklungsplan wäre praktisch genau der richtige Ort dafür“ sagt der Leverkusener SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Ippolito, „sollte es nicht bald gelingen, dies klar zu regeln, drohen bei vielen anstehenden Projekten in Leverkusen Stillstand, wie bereits jetzt bei der Erweiterung des Smidt-Einrichtungshauses“. Betreffen könnte dies dann zum Beispiel die Umgestaltung der City C, wie auch den Umbau des Busbahnhofs, welcher durch die Gleisverlegung für den RRX nötig wird. Aber nicht nur rund um den Chempark wirkt sich das Seveso-Urteil aus. Die SPD identifizierte so genannte „Störfallbetriebe“ in vielen Teilen der Stadt, die durch die geforderten Abstandsflächen fast jede planerische Maßnahme in Leverkusen gefährden könnten. „Uns ist zwar bewusst, dass hier eigentlich das Europäische Parlament mit genaueren Definitionen – besonders zu den ‚geeigneten Sicherheitsabständen‘ gefragt ist, bevor den Mitgliedsstaaten abverlangt wird, dies bis 2015 in nationales Recht zu überführen und damit jedes Land für sich selbst Definitionen finden soll. Aber wir wollen keine Chance ungenutzt lassen, die nötige Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken, um weiteren planerischen Stillstand in Leverkusen abwenden zu können.“