Leverkusener Eltern sprechen sich erneut für eine dritte Gesamtschule aus

Veröffentlicht am 14.03.2014 veröffentlicht in: Pressemitteilungen

Letzte Woche legte der Oberbürgermeister die Anmeldezahlen der beiden Leverkusener Gesamtschulen für das kommende Schuljahr vor. Die Ergebnisse sind niederschmetternd. Fast 150 Schülerinnen und Schüler mussten aufgrund begrenzter Kapazitäten abgewiesen werden. Von einer „Katastrophe“ spricht der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ernst Küchler. „Diese Zahlen belegen erneut das Versagen der Schulpolitik des ‚Jamaika-Bündnisses‘ aus CDU, Grünen, FDP und Unabhängigen, das erst kürzlich den Antrag der SPD-Fraktion zur Errichtung einer dritten Gesamtschule abgelehnt hat.“

Nach der Elternbefragung im vergangenen Jahr bestand selbst bei der CDU kein Zweifel mehr an der Notwendigkeit, eine dritte Gesamtschule in Leverkusen einzurichten. Doch statt sich an das Schulgesetz und die eigenen Versprechungen zu halten und den Elternwillen zu berücksichtigen, wurde zunächst auf Zeit gespielt, mit dem Hinweis auf eine mögliche gemeinsame Lösung mit der Nachbargemeinde Burscheid. Wie wir heute wissen, war diese Lösung zu keinem Zeitpunkt eine realistische Alternative. Als die Zeit dann knapp wurde, wischte man mit einem eilig eingebrachten Antrag zur Errichtung einer „Sekundarschule“, den Gesamtschulantrag der SPD vom Tisch. „Diese Entscheidung ging und geht vollkommen am Elternwillen und an den Interessen der Schülerinnen und Schüler vorbei. Sie zeigt erneut, wie die Grünen im Jamaika-Bündnis auch bei bildungspolitischen Grundsatzfragen einknicken“, so Küchlers Urteil.

„Die Leverkusener Eltern haben nun erneut deutlich ihren Willen bekundet und sich für die dritte Gesamtschule in Leverkusen ausgesprochen“, fasst der Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Peter Ippolito, die aktuelle Entwicklung zusammen und möchte vom Oberbürgermeister, bzw. den Mehrheitsfraktionen wissen, was mit den 150 Schülerinnen und Schüler passieren soll: „Soll jetzt den Eltern auferlegt werden, noch weitere Wege in Kauf zu nehmen, damit ihre Kinder eine Gesamtschule besuchen können? Und was ist mit den Kindern, die auch in einer anderen Stadt keinen Platz finden?“ Dass Burscheid diese nicht aufnehmen kann, sollte deren Gesamtschule überhaupt pünktlich an den Start gehen, wurde in der Debatte bereits klar.

Dass die Leidtragenden dieses ideologischen und vorsintflutlichen Grabenkampfes nun die 150 Schülerinnen und Schüler sein sollen, will der Fraktionsvorsitzende nicht hinnehmen: „Während NRW-Schulministerin Löhrmann landauf landab die Arbeit der Gesamtschulen lobt und in anderen Kommunen neue einweiht, helfen die Leverkusener Grünen fleißig mit, unsere Kinder im Regen stehen zu lassen. Den Leverkusener Grünen empfehle ich dringend, sich mit ihrer Ministerin in Verbindung zu setzen und anzufragen, ob auch sie, angesichts der seit Jahren mit Gesamtschulplätzen unterversorgten Stadt Leverkusen, ausgerechnet die Einrichtung einer Sekundarschule befürworten würde, vollkommen vorbei am mehrfach dokumentierten Elternwillen aus Elternbefragung und den nun vorgelegten Anmeldezahlen.“

„Die andauernde Missachtung des Elternwillens muss endlich beendet werden. Die SPD-Fraktion wird, insbesondere nach den aktuellen Anmeldezahlen, weiter für die Errichtung einer dritten Gesamtschule kämpfen“, sagt Ippolito und fügt hinzu: “Diese Missachtung sollten vor allem die jetzt betroffenen Eltern, aber auch alle, die sich für die Zukunft ihrer Kinder ein besseres und chancengerechteres Bildungsangebot wünschen zu einem Gradmesser ihrer Entscheidungen machen“.

Entwicklung Schullandschaft in Leverkusen – Errichtung Sekundarschule

Veröffentlicht am 10.12.2013 veröffentlicht in: Allgemeine Neuigkeiten, Anträge, Pressemitteilungen

Vor dem Hintergrund der Beratungsergebnisse und der Wortbeiträge im gestrigen Rat hat die SPD-Fraktion noch ergänzende Nachfragen:
Wann und mit welchem Ergebnis hat die Schulkonferenz der Schule Neukronenberg einer auslaufenden Auflösung zu Gunsten einer Sekundarschule zugestimmt?
Warum hat der Rat der Stadt dieses erst durch das Statement des Schuldezernenten, auf Nachfrage einer Ratsherrin, im Rat erfahren?
Sollte es keinen Beschluss der Schulkonferenz geben, wer hat wann und mit welcher Äußerung die Gründung einer Sekundarschule seitens der Hauptschule Neukronenberg begrüßt?

Errichtung dritte Gesamtschule zum Schuljahr 2014/15

Veröffentlicht am 08.12.2013 veröffentlicht in: Anträge, Pressemitteilungen

Die SPD-Fraktion bittet den Oberbürgermeister, einen Ergänzungsantrag zur Errichtung dritte Gesamtschule auf die Tagesordnung des Rates zu nehmen und gesondert abstimmen zu lassen.
Die Stadt Leverkusen führt vor Errichtung einer neuen Schule zum Schuljahr 2015/16 eine Elternbefragung über die gewünschte bzw. angestrebte weiterführende Schule für ihre Kinder durch. Befragt werden sollen die Eltern der Kinder der Einschulungsjahrgänge 2011/12 und 2012/13. Besonderer Schwerpunkt der Befragung soll hierbei auf die Präferenz der Eltern, im direkten Vergleich zwischen Sekundarschule und Gesamtschule, gelegt werden.

Begründet wird dies wie folgt: Wie der Erläuterung der Bezirksregierung, vertreten durch Schulrätin Frau Maus, in der Sondersitzung des Schulausschusses zu entnehmen war, ist der Elternwille ein wichtiger Aspekt bei der Neugründung von Schulen, dessen Bedürfnis für die neue Schule durch eine Elternbefragung zu ermitteln sei. Für eine von der Ratsmehrheit geplante Sekundarschule fehlt, anders als für die Errichtung der dritten Gesamtschule, die Dokumentation dieses Elternwillens. Daher ist diese Befragung einem möglichen Beschluss über die Errichtung einer Sekundarschule zwingend vorzuziehen.